Flipbook erstellen aus einem PDF

Aus einem fertigen PDF wird ein blätterbarer Katalog, den Sie in die eigene Website einbetten — kostenlos, ohne Software und ohne Datei-Upload.

By Mark van Winsen, developer of Toombler · Updated

Flipbook erstellen aus einem PDF

Ein Flipbook ist ein PDF, das sich im Browser umblättern lässt: mit echter Seitenanimation, anklickbaren Links und einem Inhaltsverzeichnis. Im Deutschen heißt dasselbe je nach Branche Blätterkatalog, digitaler Prospekt, E-Paper oder Imagebroschüre online — gemeint ist immer diese eine Sache. Diese Anleitung zeigt, wie Sie eins mit Toombler erstellen, und beantwortet danach die beiden Fragen, die bei einer Veröffentlichung in Deutschland zuerst kommen: wo die Daten bleiben, und was rechtlich an einer eingebundenen Publikation hängt.

Der Unterschied zu den meisten Anbietern

Üblich ist: Sie laden Ihr PDF beim Anbieter hoch, dort liegt es, und dort wird es ausgeliefert. Toombler macht das nicht. Die Datei bleibt in Ihrem eigenen Google Drive, Dropbox oder OneDrive — gespeichert wird hier nur der Link, der Titel, Ihre Einstellungen und ein Zähler. Das hat drei praktische Folgen:

In vier Schritten

  1. PDF freigeben. Der entscheidende Schritt. Die Datei muss für jeden mit dem Link lesbar sein, denn geöffnet wird sie von Ihren Besuchern, nicht von Ihnen. In Google Drive: Rechtsklick → Freigeben → unter Allgemeiner Zugriff von Eingeschränkt auf Jeder, der über den Link verfügt, Rolle Betrachter. In Dropbox: einen Link erstellen, den jeder mit dem Link ansehen kann. In OneDrive: unter Freigabe-Einstellungen Jeder wählen — in einem Firmen-Tenant ist diese Option oft gesperrt, dann hilft nur die Administration oder ein privates OneDrive.
  2. Link bei Toombler einfügen, Titel vergeben, anlegen. Ein Konto brauchen Sie, aber kein neues Passwort: Anmeldung über Ihr bestehendes Google- oder Microsoft-Konto.
  3. Einstellungen wählen. Hardcover, Umblättergeräusch, Inhaltsverzeichnis aus den PDF-Lesezeichen, Miniaturansichten, Zoom, Vollbild, Volltextsuche.
  4. Einbetten. Einbettungscode kopieren und in die eigene Seite setzen — als iframe, per JavaScript-Schnipsel, als Web Component oder über oEmbed. Für WordPress gibt es ein eigenes Plugin mit Gutenberg-Block und Shortcode; für TYPO3, Joomla oder Contao nehmen Sie das iframe in ein HTML-Element.

Freigabe prüfen, bevor Sie veröffentlichen: Link in ein privates Fenster einfügen. Öffnet sich das PDF dort ohne Anmeldung, funktioniert auch das Flipbook.

DSGVO: wo die Daten bleiben

Das ist die Frage, an der die meisten Werkzeuge dieser Art in einer deutschen Datenschutzprüfung scheitern, und sie verdient eine ehrliche und vollständige Antwort statt eines Häkchens.

Wenn Sie das Flipbook einbetten, gilt für den eingebetteten Rahmen dasselbe wie für jeden anderen Drittinhalt auf Ihrer Seite: Er gehört in Ihre eigene Datenschutzerklärung. Das ist keine Rechtsberatung, sondern der Hinweis, dass die Entscheidung bei Ihnen liegt und nicht bei uns.

Impressum, Urheberrecht, Barrierefreiheit

Dateigröße: was Ihre Leser wirklich warten lässt

Die harte Grenze liegt bei 100 MB. Darunter zählt die Größe trotzdem, denn Ihr Leser wartet darauf — oft im Mobilfunknetz. Ein 20-seitiger Prospekt mit Fotos liegt normalerweise bei 3 bis 8 MB und öffnet sich überall zügig. Derselbe Prospekt in Druckqualität exportiert kommt leicht auf 60 MB: dasselbe Dokument, zehnfache Wartezeit. Exportieren Sie mit der Voreinstellung für Bildschirm oder Web statt für den Druck — das allein spart oft 80 Prozent. Gescannte Seiten sind Bilder und deshalb um ein Vielfaches schwerer als ein Text-PDF mit demselben Inhalt.

Wofür sich das in der Praxis lohnt

Wenn etwas nicht funktioniert

Der Betrachter sagt, was fehlt, statt eine leere Seite zu zeigen. „Dokument konnte nicht geladen werden" heißt in neun von zehn Fällen: die Freigabe steht noch auf eingeschränkt — zurück zu Schritt 1. „Dokument nicht mehr verfügbar" heißt, die Datei wurde gelöscht, verschoben oder wieder auf privat gestellt. Bleiben einzelne Seiten weiß, liegt es fast immer am PDF selbst: laden Sie es herunter und öffnen Sie es in Ihrem eigenen Reader. Sind die Seiten dort auch leer, hilft nur ein neuer Export aus dem Ursprungsprogramm.

Diese Anleitung gibt es auch auf Englisch, mit mehr Details zu den Einbettungsvarianten.

Try a live example

This is a real Toombler flipbook — our own user manual, generated from a plain PDF in Google Drive. Click or drag the page corners to flip through it.

Create your free flipbook →

Frequently asked questions

Ist Toombler wirklich kostenlos?
Ja. Unbegrenzt viele Flipbooks, beliebig viele Seiten, kein Wasserzeichen und keine Testphase. Finanziert wird das über eine einzelne Anzeige auf der Innenseite des Umschlags im Flipbook.

Muss ich mein PDF hochladen?
Nein. Sie fügen den Freigabelink aus Google Drive, Dropbox oder OneDrive ein. Die Datei bleibt dort; gespeichert wird hier nur der Link, der Titel und Ihre Einstellungen.

Ist das DSGVO-konform?
Von Ihren Lesern werden keine personenbezogenen Daten gespeichert und Ihr PDF wird nicht kopiert. Auf der öffentlichen Flipbook-Seite werden allerdings Google-Schriften geladen, und im Flipbook läuft eine Anzeige in einem abgeschotteten Rahmen. Beides steht namentlich in der Datenschutzerklärung. Ob das für Ihren Anwendungsfall genügt, entscheiden Sie — wir geben keine Rechtsberatung.

Kann ich ein Flipbook in TYPO3 oder Joomla einbinden?
Ja. Der iframe-Einbettungscode läuft in jedem CMS, das ein HTML-Element kennt. Für WordPress gibt es zusätzlich ein eigenes Plugin mit Gutenberg-Block und Shortcode.

Wie aktualisiere ich einen Katalog?
Ersetzen Sie die Datei an ihrem Speicherort und behalten Sie denselben Freigabelink. Das Flipbook zeigt danach die neue Fassung — ohne dass Sie den Einbettungscode auf Ihrer Website anfassen.

Kann ich ein Flipbook nicht öffentlich machen?
Flipbooks sind standardmäßig nicht gelistet: Sie erscheinen nicht in der Galerie und Suchmaschinen wird die Aufnahme untersagt. Wer den Link hat, kommt hinein. Zusätzlich gibt es einen PIN, der serverseitig geprüft wird, und ein Ablaufdatum.

Wie groß darf das PDF sein?
Bis 100 MB. Empfehlenswert sind deutlich weniger: Exportieren Sie mit der Voreinstellung für Bildschirm statt für den Druck, das spart bei einem bebilderten Prospekt oft 80 Prozent.